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Das 22. Heidelberger Symposium 2010 wird unterstützt von der Europäischen Union durch das Programm JUGEND IN AKTION.

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Vorstellung des Heidelberger Clubs
Der Heidelberger Club für Wirtschaft und Kultur e.V. (HCWK) ist eine unabhängige, überparteiliche und fächerübergreifende Studenteninitiative an der Universität Heidelberg. Er wurde 1988 mit dem Ziel gegründet, die Ausbildung an den Universitäten durch Praxisbezug und interdisziplinären Austausch zu ergänzen.
Zu diesem Zweck organisiert der Club in Heidelberg seit 1989 jährlich ein mehrtägiges Forum zu einem aktuellen Thema von gesellschaftlicher Relevanz. Vom 6.–8. Mai 2010 veranstaltet der HCWK auf dem Universitätsplatz Heidelberg und in den umliegenden Universitätsgebäuden bereits das 22. Heidelberger Symposium - dieses Jahr zum Thema Fortschritt.
 
„Fortschritt und Religion“: Zusagen der Prof. Bultmann, Steinbach und Häring

Für die Veranstaltung „Fortschritt und Religion“ ist es uns gelungen, drei hochkarätige Theologen der drei großen europäischen Glaubensrichtungen zu gewinnen. 

Prof. Dr. Udo Steinbach studierte Islamwissenschaften und Klassische Philologie an den Universitäten Freiburg und Basel, 1970 promovierte er zum Dr. phil. Von 1971 bis 1975 war er Leiter des Nahostreferats der Stiftung Wissenschaft und Politik, einem Forschungsinstitut der Bundesregierung. Ab 1976 bis 2007 leitete Prof. Steinbach das Deutsche Orient-Institut (GIGA). Derzeit lehrt er am Zentrum für Nah- und Mitteloststudien der Philipps-Universität Marburg. 

Professor Dr. Hermann Häring absolvierte in München und Tübingen ein Studium der Philosophie und katholischen Theologie, wo auch seine Promotion und Habilitation folgten. Von 1970 bis 1980 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für ökumenische Forschung Tübingen unter Leitung von Hans Küng. 1980 trat er eine Professur für systematische Theologie an der Universität Nijmegen (Niederlande) an, bevor er dort 1999 Professor für Wissenschaftstheorie und Theologie wurde und ein interdisziplinäres Institut für Theologie, Wissenschaft und Kultur aufbaute. 

Prof. Dr. Christoph Bultmann studierte evangelische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Bethel und den Universitäten von Göttingen und Zürich, promovierte und habilitierte sich an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen. Forschungsaufenthalte führten ihn u.a. 1999 als Visiting Fellow an das Fitzwilliam College Cambridge mit einem Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung.

In der Diskussion „Fortschritt und Religion“ sollen die Wechselwirkungen zwischen Religion und Fortschritt näher beleuchtet werden. Zum einen wird es um den Fortschritt in den Religionen gehen. Im zweiten Teil wird dann der Frage nachgegangen, ob es umgekehrt Auswirkungen der Religionen auf den Fortschritt einer Gesellschaft gibt. Die Diskussion findet am Freitag von 16:30 bis 18:00 Uhr in den Räumen der Universität Heidelberg statt.

Auf dem Symposium wird in verschiedenen Vorträgen, Kolloquien und Podiumsdiskussionen das Thema „Fortschritt - Wohin?“ mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur diskutiert. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Harald zur Hausen, Nobelpreisträger für Medizin, und Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie. 

 
Rainer Brüderle und Harald zur Hausen Schirmherren des 22. Symposiums

Mit Rainer Brüderle und Prof. Dr. Harald zur Hausen ist es uns gelungen, zwei herausragende Persönlichkeiten als Schirmherren für das 22. Heidelberger Symposium zum Thema Fortschritt zu gewinnen. Beide sind in besonderer Art und Weise mit dem Fortschrittsbegriff verknüpft. Rainer Brüderle steht als Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, in dessen Zuständigkeitsbereich die Technologie- und Gründungsförderung fällt, bundesweit im Fokus der Öffentlichkeit, wenn es um Fragen der Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland geht. Prof. Dr. Harald zur Hausen hat sich mit seiner Forschung gegen den Krebs spätestens seit dem Erhalt des Nobelpreises über Fachkreise hinaus einen Namen gemacht und steht so stellvertretend für die Exzellenz der deutschen Forschungslandschaft. Über seine Arbeit wird er am ersten Tag des Symposiums einen Vortrag in der Alten Aula der Universität halten.

Rainer Brüderle war von 1987 bis 1998 Wirtschaftsminister des Landes Rheinland-Pfalz, von 1998 bis 2009 stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und ist seit 1995 stellvertretender Bundesvorsitzender der FDP. Seit dem 28. Oktober 2009 nimmt er das Amt des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie im Kabinett Merkel wahr. Im Laufe seines politischen Wirkens erwarb er sich einen Ruf als Ordnungspolitiker und Technologieförderer.

Prof. Dr. Harald zur Hausen erhielt 2008 zusammen mit zwei französischen Forschern den Nobelpreis für Medizin. Für seine fachlichen Leistungen wurde der Krebsforscher bereits zuvor mit zahlreichen weiteren Preisen geehrt. Ferner trägt er die Ehrendoktorwürde verschiedener Universitäten. Er ist Mitglied der US-amerikanischen Academy of Science und Vizepräsident der Akademie der Naturforscher Leopoldina. Im April 2004 wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz verliehen. 2006 bekam Harald zur Hausen die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. 

icon Pressemitteilung: Schirmherren (18.02.2010)

 
Eröffnungsvortrag von Franz Müntefering

Am Donnerstag, den 06.05.2010, wird Franz Müntefering den Eröffnungsvortrag des 22. Heidelberger Symposiums halten. Die Veranstaltung steht unter dem Titel „Was uns vorantreibt“ und beschäftigt sich mit den grundlegenden Fragen zum Fortschrittsbegriff.

Der langjährige SPD-Vorsitzende verkörpert wie kaum ein anderer Spitzenpolitiker die Seele einer Partei, welche sich seit ihrer Gründung vor mehr als 100 Jahren dem Fortschritt verschrieben hat. Dass dies auch einen mitunter schmerzhaften Prozess der Erneuerung bedeuten kann, versuchte Müntefering seiner Partei mit der Unterstützung des Agendakurses von Bundeskanzler Schröder zu vermitteln. Trotz erheblichen politischen Widerstandes standhaft, trug er so wesentlich zur Modernisierung des Staates und der eigenen Partei bei.

Franz Müntefering war von 1998 bis 1999 Bundesverkehrsminister, von 2004 bis 2005 sowie von 2008 bis 2009 Parteivorsitzender der SPD. Von 2002 bis 2005 hatte er  das Amt des Fraktionsvorsitzenden inne. Außerdem fungierte er von 2005 bis 2007 als Vizekanzler und Bundesminister für Arbeit und Soziales in der Regierung Merkel. Mit seinem Leitsatz „Tradition bewahren, Fortschritt erkämpfen“ zeigt er die Mehrdeutigkeit des Fortschrittsbegriffs auf.

Der Eröffnungsvortrag wird am Donnerstag, den 6. Mai 2010 von 11:30 bis 13:00 Uhr in der Alten Aula der Universität stattfinden.

 
Fritz Kuhn auf dem Symposium 2010

Am Samstag, den 8. Mai 2010, wird der grüne Spitzenpolitiker Fritz Kuhn an einer  Podiumsdiskussion mit dem Titel „Fortschritt auf Pump?“ im Rahmen des 22. Heidelberger Symposiums teilnehmen. Darin wird es um die Idee nachhaltigen Wachstums und die Schwierigkeiten ihrer Umsetzung gehen. Denn obgleich eine Konferenz auf die andere folgt, scheinen Ressourcenabbau und Verschuldung unablässig voranzuschreiten. Um diesem Szenario den Schrecken zu nehmen, ist die Diskussion als differenzierte Bestandsaufnahme ausgelegt, an deren Ende der Blick wieder nach vorne gerichtet werden soll.


Fritz Kuhn war von 2005 bis 2009 Vorsitzender der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen sowie von 2000 bis 2002 Bundesvorsitzender seiner Partei. In dieser Zeit erwarb er sich einen Ruf als Pragmatiker und profilierte sich auf den Feldern Wirtschaft, Finanzen und Globalisierung. Kuhn entwarf maßgeblich das grüne Leitmodell der ökologischen Modernisierung.

Die Diskussion findet von 14:00 bis 15:30 Uhr in den Räumen der Universität Heidelberg statt.

 

Meinungen

„Das Symposium des Clubs ist professionell, hat interessante Themen und ein gutes Ambiente (...). Wo kriegt man sonst einen solchen Zugriff auf junge Gehirne?“
Prof. Dr. Dr. Franz J. Rademacher
(23. April 1998)
 

Mit freundlicher Unterstützung von

BASF unterstützt das 22. Heidelberger Symposium "Fortschritt - Wohin?"
 
John Deere unterstützt das 22. Heidelberger Symposium "Fortschritt - Wohin?"